Zum Inhalt springen

Die Geschichte des Shoppens

Neues Buch des Staßfurter Geschichtsverein e.V. kommt zum Salzlandfest

Artikel vom 30. Mai 2026

Staßfurt (red). Ab 20. Juni wird es nach zwei Jahren Recherche und Arbeit endlich wieder ein neues Buch des Staßfurter Geschichtsverein e.V. offiziell zu kaufen geben. „Staßfurter Geschäftswelten“ Teil 1 – Staßfurt Mitte, Einkaufen im Wandel der Zeit, so ist der Titel des nunmehr neunten Buches zur Stadtgeschichte.

Einkaufen, für die einen eine Last, für die anderen ein Vergnügen. Natürlich kam es auch darauf an, in welcher Zeitepoche man gerade gelebt hat. Ob im damaligen Kaiserreich bis 1918, Weimarer Republik bis 1933, Nationalsozialismus bis 1945, Sowjetische Besatzung und DDR – Zeit bis 1989 oder ab 1990 in einer für uns Ostdeutsche neuen Zeit. In jeder Zeit gab es eigene Möglichkeiten, Vorlieben, Versorgungslagen. In einigen Epochen ging es ohne Frage um das blanke Überleben, in anderen konnte man sich, Geldmittel vorausgesetzt, etwas außer der Reihe leisten. Für viele Kinder hatten die Spielwarenläden große Anziehungskraft. Für die Erwachsenen waren es eher die Modegeschäfte oder auch die Geschäfte für Wohnraumausstattung und Dinge, die das tägliche Leben leichter machten. Viele von uns kennen noch die teilweise prekären Versorgungsengpässe in der DDR. Einige Dinge waren gar nicht vorhanden, andere nur als sogenannte „Bückware“ zu bekommen.

Trotz mancher Widrigkeiten werden sich viele Leser und Leserinnen an ihre eigenen Einkaufserlebnisse erinnern, sei es in Kindertagen, in der Jugend oder im Erwachsenenalter. Das weckt auch Erinnerungen an besondere Momente und Erlebnisse. In diesem Buch wollen wir Erinnerungen wachrufen, an lange vergangene Zeiten und an jene, die noch nicht ganz so lange zurück liegen.

Welche Geschäfte gab es?

Der Titel des Buches beschreibt den wesentlichen Inhalt. Wie hat man seit 1880 hier in der Stadtmitte einkaufen können, welche Geschäfte gab es damals, welche haben sich bis heute gehalten und wie sieht derzeit die Haupteinkaufsmeile Steinstraße aus? Beginnend an der alten Grenze zu Leopoldshall am Bereich Bahnhof, heutige Zollstraße, hinauf zur Wassertorstraße, dem „Postring“ (eigentlich geschäftsmäßig zur Steinstraße gehörend), weiter die Steinstraße entlang bis zur Einmündung Luisenplatz, werden auf 389 Seiten mit knapp 790 Fotos und Abbildungen über 70 Geschäftshäuser mit über 90 Geschäften beschrieben. Einige sind dem Abriss zum Opfer gefallen, an anderen Plätzen wurde neu gebaut. Eine spannende Zeitreise.

Salzlandfest als Startpunkt

Verkaufsstart ist ab 20. Juni zum Salzlandfest, wo der Geschichtsverein mit seinem Stand vertreten sein wird. Daneben kann man das Buch, welches mit einer Auflage von 800 Exemplaren erscheint, in der Stadtinfo Staßfurt Steinstraße 20, im Lotto-Shop Roswitha Hönig in der Steinstraße 16, im Friseursalon City Haarmoden Hohenerxlebener Straße 96, im Stadt- und Bergbaumuseum Pestalozzistraße 6 sowie über den Geschichtsverein selber erwerben.

Weiterhin wird es, aufgrund reger Nachfrage, eine zweite Auflage des 2023 erstmals erschienenen Buches „Staßfurter Gaststätten von 1890 bis 1990 – Zwischen Stammtisch und Familienfeier“ geben mit einer Auflage von 200 Exemplaren.Der Staßfurter Geschichtsverein widmet sich den hiesigen Geschäftswelten. Foto: Verein

Die Geschichte des Shoppens